27. September 2014 

 

Wild- und Wanderpark Silz


Dieser Park ist nicht nur ein Ort, wo man sich verschiedene Tierarten anschauen kann. Er bietet auch schöne Wanderwege an, die sich als kürzere und längere Varianten durch das gesamte Areal ziehen. 

Ganz nah am Eingang befindet sich der Streichelzoo, wo die Ziegen sehr genau wissen, dass es von den Menschen normalerweise Leckereien gibt - und sich entsprechend verhalten.

Um 11 Uhr findet die Fütterung der Wölfe statt. Anders als in anderen Wildparks, wo oft eine Show daraus gemacht wird, wirft man hier das Fleisch recht unprätentiös über den Zaun. So bleibt es den Wölfen überlassen, sich das Futter aufzuteilen. 


Das Wolfsgehege ist recht groß und man hat die Möglichkeit, es von einem hölzernen Unterstand zu überblicken. Dort gibt es auch ein Schild, das die einzelnen Schwanzhaltungen der Wölfe, und wie man davon ihre Position im Rudel ableiten kann, erklärt.

Wenn zwei Wölfe sich streiten, freut sich der Dritte - und schleicht sich mit seinem saftigen Preis davon.

Das Rudel versammelte sich hauptsächlich um ein Wasserloch...

... die Wiese ...

... oder unter Bäumen und Büschen.

In dieser Situation ist die Körpersprache sehr eindeutig - selbst wenn das Bild durch die Bewegung und den Schatten leider sehr unscharf geworden ist. Der Wolf auf der linken Seite ist viel niedriger im Rang als der auf der Rechten - und durch das Einnehmen einer unterwürfigen Pose signalisiert er, dass er keine Bedrohung darstellt.

In dieser Bilderserie ist gut zu erkennen, wie ein Wolf, der einen niedrigen Rang innehat, Augenkontakt vermeidet und gleichzeitig durch seine Körperhaltung signalisiert, dass er keine Gefahr für den höherrangigen Wolf darstellt.

In dieser Szene wurde für mich das Verwandschaftsverhältnis zu Hunden am Deutlichsten. Dieser Wolf genoss das Herumrollen im Gras sichtlich. 

Nachdem ich mich endlich von den Wölfen losreißen konnte, folgte ich dem Pfad hinauf zu einem kleinen Hügel im Wald, wo das Gehege der Polarfüchse steht.


Im Moment ist ihr Fell noch ein schmutziges Weiß - im Winter wird es sich dann aber in ein pures Weiß verwandeln.

Er versuchte so sehr wach zu bleiben, aber am Ende verlor er den Kampf gegen den Schlaf.

Den Hügel hinunter gibt es eine große Koppel, die das Heim der großen Wisente ist.

Dem Pfad bergauf durch den Wald folgend, vorbei an Wildschweinen...

... und vereinzelten Rehen ...

... erreichte ich die Wiese auf einem Plateau, wo eine große Wildherde sich gerade nach ihrem Mittagessen aus Karotten ausruhte.

Dieses Reh scheint eindeutig glücklich zu sein.

Weiter ging es auf dem Waldweg, wo ich zwischen den Bäumen immer wieder Hirsche sehen konnte.

Einer lief fast in mich hinein - und so nah wirkte er noch eindrucksvoller als aus der Ferne.

Fast am Waldrand angekommen, stand dieser Hirsch direkt neben dem Weg und rieb sein Geweih an einem Baumstamm. 

Nach einem Blick in die Kamera setzte er seine Pflegesitzung fort.

Was für ein wundervolles Tier.

Nachdem er den Schatten des Waldes verlassen hat, verläuft der Pfad durch sonnige Wiesen. Dort gibt es dann auch überall kleine Baumgruppen, in denen sich Wild aufhält.

Ich bekam sogar einen röhrenden Hirsch zu sehen. 

Der Rest des Spaziergangs verlief ziemlich ereignislos - bis auf ein paar Schafe mitten im Wald gab es nicht viel zu sehen.

Das Letzte, was ich vor dem Verlassen des Parks sah, war ein wunderschöner Hirsch, der sich anscheinend verlaufen hatte, und so im Ziegengehege gelandet war. Das schien aber weder ihn, noch die Ziegen zu stören.